Loloata / Papua New Guinea


 

 

 

       4 h Autofahrt nach München, mit dem Flugzeug 12 h nach Singapur mit dortigem 20 stündigen Aufenthalt und als Draufgabe noch 6 h nach Port Moresby, der Hauptstadt von Papua Neu Guinea. Dies muss man in Kauf nehmen, wenn man auf der Insel Loloata einen Tauchurlaub antritt.

Die Insel liegt nahe der Küste und ist mit dem Boot in 15 Minuten erreichbar.

Loloata bedeutet übersetzt „ein Berg“ und damit ist es auch treffend beschrieben. Dieser rund 2 km lange, sehr schmale Bergkamm ist nur ostseitig mit einigen Holzhäusern auf Stelzen bebaut, die rund 50 Urlaubern eine Unterkunft bieten.

Der australische Tauchpionier Dik Knight hat in den Siebzigerjahren die Insel gekauft, um darauf sein eigenes Paradies zu errichten, welches er bis heute bewirtschaftet.

Ein idyllischer, rund 400m langer Pfad zwischen Meer und Mangroven führt zu den äußersten Bauten, wo wir unser Quartier beziehen. Einen tollen Ausblick bietet die große Veranda, die rundum von Palmen und Mangroven geschützt wird. Die Unterkünfte sind einfach, aber zweckmäßig ausgeführt. Die Insel kann man nicht als optimale Badeinsel beschreiben, da es nur wenige Möglichkeiten gibt, ungehindert ins Meer zu gelangen. Dik Knight wollte den natürlichen Urzustand seiner Insel so weit als möglich beibehalten.

Überraschend für die Besucher von Loloata ist die Tierwelt auf der Insel. Überall hüpfen kleine possierliche Wallabees, die kleineren Verwandten der Kängurus, umher..
Rund um das Hauptgebäude trifft man auf farbenprächtige "Queen Victoria Tauben" . Und auf dem Weg in die Bungalows muss man am Abend ein wenig aufpassen, um nicht auf eine Seeschlange zu treten.

Wenn man aber Ruhe und Natur sucht, dann ist man auf diesem Eiland bestens aufgehoben.

So nutzen viele Ausländer die in Port Moresby arbeiten, die Insel am Wochenende, um sich sicher und frei bewegen zu können. Die Hauptstadt von PNG hat viele soziale Probleme und Kriminalität gehört hier zur Tagesordnung. So benötigt man meist eine Security, um einigermaßen sicher die Stadt zu erkunden.

Die größte Kundenzielgruppe für dieses naturbelassene Paradies sind aber Taucher, die aus allen Teilen der Erde anreisen, um diese einzigartigen Tauchplätze zu besuchen. Die Artenvielfalt und Farbenpracht ziehen jeden Taucher in ihren Bann. Rund 30 benannte Tauchplätze um Loloata bieten von gigantischen Steilwandtauchgängen, über Wracktauchgängen bis hin zu spannenden Mucktauchplätzen, alles was das Taucherherz begehrt.

Um 8h morgens wird mit einem Doppeltauchgang begonnen. Vormittags ist das Meer hier zumeist ruhiger und es können die entfernteren Plätze angefahren werden, die man mit einer maximalen Fahrzeit von 45 Minuten erreicht. Nach einer Stunde Oberflächenpause und dem zweiten Tauchgang kommt man zwischen 12 und 13 Uhr gerade zum ausgezeichneten Lunch zurück. Für Vieltaucher bleibt nur eine kurze Rast, denn um 14 Uhr geht es dann mit dem Nachmittagstauchgang weiter im Programm. Wem dies auch noch zu wenig erscheint, kann sich dann ab 18h noch den Nachttauchgang einverleiben. Die Köche richten sich hier individuell nach den Tauchern, sodass niemand ein Essen versäumt.

Die Tauchguides im Rasterlook haben stets ein Späßchen auf Lager, ohne ihre eigentliche Arbeit zu vernachlässigen. Man braucht als Taucher nicht einmal einen Regler zu montieren. Alles ist zum Tauchen fertig gestellt und wird auch danach von ihnen verladen und gereinigt.

Zwischen den beiden Tauchgängen am Vormittag gibt es reichlich tropische Früchte, Gebäck, Softdrinks und Tee oder Kaffee.

Die Tauchplätze werden am Vorabend mit den Wünschen der Taucher abgestimmt, so dass man die richtigen Objektive vormontieren kann. Der Tauchgang wird genau beschrieben und man kann sich entscheiden ob man sich vom Guide etwas zeigen lassen will, oder sich mit seinem Buddy individuell auf Motivsuche begibt. Die Sichtweite liegt am Aussenriff bei rund 30m und sinkt bei den sandigen Innenriffplätzen bis auf 5m. Dies sind aber bis auf den A 20 Havok Bomber zumeist Makrotauchgänge. Zusammenfassend würde ich Loloata als Eldorado für UW- Fotografen sehen, die gerne mit verschiedensten Objektiven arbeiten und Großfischbegegnungen nicht bei jedem Tauchgang benötigen.

Für mich war es ein richtig entspannter Tauchurlaub, wo ich viele, für mich neue, attraktive Unterwasserlebewesen kennenlernen durfte.