Flitterwochen Malediven Velidhu


 

         Natürlich sollte man Flitterwochen nicht zu einem reinen Tauchurlaub umbauen, sonst wäre die erste Ehekrise bereits vorprogrammiert. Aber als liebende Gattin verzichtete sie auf die quälende Folter, wenn sich meine Tauchausrüstung nicht im Gepäck befunden hätte. Schließlich hat sie mich als Taucher kennen gelernt und so gab es dann den Kompromiss, nur vormittags tauchen zu gehen.......... (Was macht man nicht alles aus Liebe….)

 

       Welche Ansprüche stellt man an Flitterwochen?

 Sonne, kitschiger Sandstrand, prächtige Kokospalmen,  türkisblaues Meer mit 31 Grad Wassertemperatur und einen erfrischenden Pina Colada!!

 

Unsere Wahl für einen solchen Relaxurlaub fiel auf Velidhu, einer kleinen Barfußinsel im Nordariatoll der Malediven.

Da ich  bereits 2004 auf Bathala tauchte, die sich in Sichtweite unserer Destination befindet, war ich von den Erinnerungen her auf Großfisch eingestellt.

Doch leider haben die Auswirkungen des Sharkfinnings auch vor den Malediven nicht halt gemacht. Obwohl es die Regierung untersagt hat,  ist die Gier auf schnell verdientes Geld größer, als die Angst auf einen Gefängnisaufenthalt. Nach wie vor zahlen die Japaner Unsummen für eine geschmacklose Haifischflossensuppe.

Ich sah zwar Großfische, aber die Häufigkeit und Anzahl war weit geringer im Vergleich zu 2004. Als Entschädigung hatte ich eine kurze Begegnung mit einem rund 7 Meter großen Walhai und auch die Putzerstation der Mantas hielt, was ich mir davon versprach.

Nichts desto trotz ist es auch noch heute ein hervorragendes Tauchrevier, wo sich auch der Blick auf die Makrowelt allemal lohnt. Positives gibt es von den Korallen zu berichten. Nach dem Coral bleaching von 1996 sah ich eine deutliche Besserung seit meinem letzten Besuch, auch wenn es noch Jahrzehnte dauern wird, bis sie ihren Platz in der Unterwasserwelt zurückerobert haben.

Die ansässige Tauchschule der Eurodivers unter der Leitung des deutschen Winni Schäfer ist um seine Gäste sehr bemüht.

Ein Checktauchgang ist verpflichtend und dient Ihnen zur Einschätzung der taucherischen Fähigkeiten des Urlaubers. Diesen bietet die Tauchschule auch kostenfrei an, was für sie spricht. Die Taucher können sich danach dementsprechend auf einem Tauchdhoni für Anfänger oder Fortgeschrittene eintragen, die täglich vormittags und nachmittags ausfahren. Zusätzlich werden noch abwechselnd Early Morning- und Ganztagestrips angeboten.

Nitrox ist ohne Aufpreis, wenn man das entsprechende Brevet vorweisen kann.

Die Tauchplätze werden je nach ein- oder ausgehender Strömung angefahren und nach einem ausführlichen Briefing kontrolliert der Tauchguide die vorherrschende Strömungsstärke.

Das Dhoni wird aus Rücksicht auf die Korallen nicht geankert. Der Tauchgang wird immer mit der Strömung absolviert. Alle Taucher müssen eine Boje mit sich führen, die sie paarweise beim Sicherheitsstopp aktivieren.

Die Bootsmannschaft war immer hilfsbereit und für ein kleines Trinkgeld wurde sogar die Ausrüstung danach sorgfältigst gereinigt, um wieder schneller bei Frauchen sein zu können.

        So genoss ich einen einmaligen Urlaub und kehrte mit einer Reihe von neuen Unterwasseraufnahmen und einer zufriedenen Gattin in die Heimat zurück.

 

Es folgt einer Auswahl der besten Fotos:

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