"CENOTEN und COZUMEL" Fotoreise Dez.2010

 

    Diese Reise war mit einem Workshop von Kurt Amsler gekoppelt mit dem Hauptthema:

Weitwinkelfotografie in der Höhle und im Meer.

Dieser Altmeister der UW-Fotografie konnte mich wirklich beeindrucken.

Man merkte bei all seinen Ausführungen, dass Kurt den Beruf des Fotografen von der Picke auf gelernt hatte und es gab keine Frage, auf die er nicht eine Antwort fand.

Von den 9 Teilnehmern waren 6 bereits schon das fünfte Mal bei einem seiner Kurse und diese erkannte man natürlich sofort, denn seine Jünger hatten alle dieselbe Ausrüstung. Vom Gehäuse, über die Blitzarme bis zu den Blitzen sah man nur Seacamteile, für die Kurt als Berater und Entwickler seit Jahren tätig ist. Und dies macht auch Sinn, denn nicht umsonst haben diese Luxusteile einen so guten Ruf in der Branche und den richtigen Unterschied sah man dann auch vor allem in der Praxis.

Mit meiner Sea & Sea Ausrüstung fühlte ich mich fast wie ein Ausländer und ich benötigte einige Zeit, bis ich mich integrieren konnte.

   Kurt besprach jeden Abend, welche Aufgaben wir am nächsten Tag zu erfüllen hätten und die Ergebnisse wurden miteinander verglichen und besprochen.

Den ersten Tag mussten wir ohne Kamera die Cenoten betauchen, um uns an die Verhältnisse zu gewöhnen und die Trimmung abzustimmen. Das Wasser war glasklar und hatte eine Temperatur von rund 25 Grad. Beeindruckende Lichtspiele konnte man im Eingangsbereich beobachten und die Taucher hingen wie an unsichtbaren Fäden im Nichts.

Die erste Aufgabe am nächsten Morgen war das Thema „ over the shoulder shot“

Dabei musste versucht werden, über die Sklavenblitze der Kollegen eine Tiefenwirkung auf dem Bild zu bekommen. Hier gab es die ersten Probleme, da in meiner „Ausländergruppe“ nur meine Blitze über eine Slavefunktion verfügten und wir dadurch einen entscheidenden Nachteil hatten. Kurt half uns dann beim zweiten Tauchgang, indem er den Flasher für uns spielte. Weitere Aufgaben waren: Der Flasher wirbelte Staub auf und blitzte hinter dem Model frontal zum Fotografen. Weiters versuchten wir uns noch in der Silhouettenfotografie mit und ohne Blitz. Der Level unter den Kollegen war sehr hoch und man pushte sich auch gegenseitig zu Höchstleistungen. Dies alles wäre aber gescheitert wenn die Führer unserer Tauchschule nicht mitgespielt hätten. Der Schweizer Jean Yves Moret, der Chef von Yucatek Divers (http://www.yucatek-divers.com/), war ein ehemaliger Tauchschüler von Kurt Amsler und dieser drückte bei unseren Aktionen stets beiden Augen zu.

   In der zweiten Woche wechselten wir auf die Insel Cozumel. Auch hier war das Fisheye in den ersten Tagen das Standartobjektiv. Spezielle Blitzstellungen und Mischlichttechniken wurden dabei ausprobiert und verfeinert. Nach drei Tauchtagen bei schönstem Wetter, kam ein Sturm, so dass der Hafen gesperrt werden musste und wir nicht ausfahren konnten. Daraufhin organisierte Kurt mit seinen Beziehungen einen Tauchgang in einer erst kürzlich entdeckten Cenote mitten im unwegsamen Dschungel dieser Insel. Wir waren die ersten Europäer, die diese Höhle betauchen durften und da die Sicht bei weitem nicht so klar war, gab es hier auch ein echtes Höhlenfeeling. Ein einmaliges Erlebnis!

Die letzten beiden Tauchtage wurden für Fischportais verwendet. Hier gelang mir ein Foto von einer Schildkröte die sich durch aufsteigende Luftblasen müht und bei Kurt anerkennende Reaktionen hervorrief.

     Ich bin überzeugt, dass mich dieser Urlaub einige Schritte weitergebracht hat und ich kann diese Art von Workshop in einer so kleinen Gruppe nur wärmstens weiterempfehlen unter dem Motto: „ Wer glaubt schon alles zu können, ist bereits um Jahre hinten….“